SPD Kirchlengern mit Frauenpower

Neuwahl des Vorstandes und Ehrungen der Jubilare

Am vergangenen Freitag fanden sich die Mitglieder der SPD in Kirchlengern zur Mitgliederversammlung des Ortsvereins ein. Begleitet wurde die Veranstaltung von der Landtagsabgeordneten Angela Lück und Landrat Jürgen Müller. Nach dem Bericht des Vorstands und des Kassierers sowie deren Entlastung nahmen Angela Lück und Jürgen Müller die Ehrungen der Jubilare vor. Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD wurden Wilfried Hillner, Walter Kiel und Günter Stuke geehrt. Seit 40 Jahren ist Günter Meier dabei. Die darauffolgende Neuwahl des Vorstandes ging mit der erfreulichen Verdoppelung des Frauenanteils einher. Neben der Bestätigung des Vorsitzenden Axel Meier wurde Falk Krüger zum 1. Stellvertreter gewählt. Doris Sieker und Tina Lüking übernehmen die Position der zweiten und dritten Stellvertreterin. Die Schriftführung übernehmen Sebastian Priem und Kathleen Krüger als Stellvertreterin. Die Kasse wird auch künftig von Kai-Uwe Sasse und in Abwesenheit von Ernst Kämper geführt. Dazu Axel Meier, der Vorstandsvorsitzende des Ortsvereins: „Unsere Neumitglieder Tina Lüking und Kathleen Krüger wollen Verantwortung im Ortsverein übernehmen. Folgerichtig wurden sie auch ohne Gegenstimme in den Vorstand gewählt. Ich freue mich riesig über den wachsenden Frauenanteil und auch über die Bereitschaft, Verantwortung in unserem Ortsverein zu übernehmen.“ 

Anschließend folgte der Bericht des Landrats Jürgen Müller, der von vielen Details der Kreispolitik berichtete. Neben der Gesundheits- und Jugendpolitik hob der Landrat besonders die kürzlich im Kreistag beschlossene Änderung der Kindergartenbeiträge hervor. Auf Initiative des Ortsvereins Kirchlengern wurde die Höhe des Jahreseinkommens, ab der Kindergartenbeiträge bezahlt werden müssen, erhöht. Jürgen Müller: „Dabei sind wir über den Vorschlag des Kirchlengeraner Genossen Falk Krüger sogar noch hinaus gegangen. Nicht nur, dass wir den Einstand von 18.000 Euro statt auf die vorgeschlagenen 25.000 auf 30.000 erhöht haben - wir haben zusätzlich eine neue Stufe eingeführt, die Einkommen ab 100.000 zusätzlich zur Beitragsdeckung heranzieht. Damit haben wir die niedrigen Einkommen entlastet und den starken Schultern etwas mehr auferlegt.“ Axel Meier kommentiert: „Hier kann man deutlich sehen, wie wertvoll die Arbeit in den Ortsvereinen ist und dass es sich lohnt, Ideen zu äußern. Die Kommunalpolitik ist eben die Grundlage unseres sozialen Zusammenlebens.“ 

Im Anschluß folgte der Bericht aus der SPD-Fraktion der Gemeinde Kirchlengern, der vom Fraktionsvorsitzenden Oliver Lüking vorgetragen wurde. Aufgrund der Brisanz des Themas „Aqua Fun“ beschränkte Lüking seine Ausführungen fast ausschließlich auf dieses Thema. Er beschrieb die Komplexität, kritisierte aber auch die seiner Meinung nach falsche Herangehensweise der Verwaltung an die Planung. „Zuerst hatten wir einen Projektsteuerer, dann einen Generalplaner und erst zum Schluss eine Fachfrau, welche die Planungen mit belastbaren Zahlen untermauerte. Hätten wir die Dame eher mit am Tisch gehabt, würden wir uns heute sicherlich über einen anderen Entwurf als den uns jetzt Vorliegenden unterhalten“. Positiv betrachtet Lüking jedoch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller im Rat vertretenen Parteien bei diesem Projekt. „Bei allen Unterschieden in der Sache ist jedem bewusst, dass wir bei der Entscheidung über den weiteren Fortgang der Planungen für das neue Bad alle Vor- und Nachteile genauestens betrachten müssen. Wir stellen mit dieser Investition auch die finanziellen Weichen für die nächsten 50-60 Jahre. Es ist gut, dass wir uns hier nicht von wahltaktischen Zwängen leiten lassen“, so Oliver Lüking. 

Bedauerlich ist für Lüking, dass die Diskussion über ein interkommunales Badprojekt mit der Stadt Bünde ergebnislos endete. „Viele Mitglieder meiner Fraktion zeigen sich verwundert darüber, dass man seitens der Bürgermeister diese Diskussion trotz Aussicht auf enorme Einsparungen nicht konsequenter verfolgt hat“.

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